Elektrolytbewegung
Relativbewegung zwischen Warenoberfläche und Elektrolyt. Sie bestimmt die maximal anwendbare Stromdichte über die Diffusionsgrenzstromdichte.
Wie generell in der Hydrodynamik kommt sie in zwei Formen vor:
- freie Konvektion (Eigenbewegung ohne äußeren Antrieb); eine Bewegung durch Dichteunterschiede in der Lösung. Dichteunterschiede entstehen durch Konzentrations- oder Temperaturunterschiede sowie durch Gas-Flüssigkeitsgemische, die leichter als die reine Flüssigkeit sind und deshalb aufwärts streben. Da die → Metallionen spezifisch schwer sind, steigt der Elektrolyt unmittelbar vor der Kathode immer nach oben, vor der Anode sinkt er dagegen immer nach unten.
- erzwungene Konvektion durch von außen eingebrachte Rührenergie (Waren- oder Elektrolytbewegung). Sie dient der Erhöhung der Grenzstromdichte und ist eine der Maßnahmen zum Ausgleich von Konzentration und Temperatur.
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