Elektrolytbewegung

Relativbewegung zwischen Warenoberfläche und Elektrolyt. Sie bestimmt die maximal anwendbare Stromdichte über die Diffusionsgrenzstromdichte.

Wie generell in der Hydrodynamik kommt sie in zwei Formen vor:

  1. freie Konvektion (Eigenbewegung ohne äußeren Antrieb); eine Bewegung durch Dichteunterschiede in der Lösung. Dichteunterschiede entstehen durch Konzentrations- oder Temperaturunterschiede sowie durch Gas-Flüssigkeitsgemische, die leichter als die reine Flüssigkeit sind und deshalb aufwärts streben. Da die → Metallionen spezifisch schwer sind, steigt der Elektrolyt unmittelbar vor der Kathode immer nach oben, vor der Anode sinkt er dagegen immer nach unten.
  2. erzwungene Konvektion durch von außen eingebrachte Rührenergie (Waren- oder Elektrolytbewegung). Sie dient der Erhöhung der Grenzstromdichte und ist eine der Maßnahmen zum Ausgleich von Konzentration und Temperatur.