Leitfähigkeit, elektrische

Die spezifische elektrische Leitfähigkeit ist in der Elektrochemie diejenige eines Leiters von 1 cm Länge und 1 cm2 Querschnitt, in der Elektrotechnik diejenige eines Leiters von 1 m Länge und 1 mm2 Querschnitt. Die Metalle werden als Leiter erster Klasse bezeichnet. Legt man einen elektrischen Strom an, so erfolgt – grob verallgemeinert – keine Materiewanderung (Elektronenwanderung).

Anders ist es dagegen bei den Leitern zweiter Klasse, den Elektrolyte genannten wässerigen Lösungen von Säuren, Salzen oder Basen, die z. B. für die Galvanische Metallabscheidung von Bedeutung sind. Hierbei wandern die → Anionen zur Anode, die → Kationen zur Kathode. Die Leitfähigkeit der Leiter zweiter Klasse steigt mit der Erhöhung der Temperatur, während sie bei Leitern erster Klasse meist (bei Metallen) fällt. Sie erhöht sich auch im Allgemeinen bei Konzentrationssteigerung, da dann eine höhere Ionenkonzentration vorhanden ist. Über einen Optimalwert hinaus verringert sich jedoch wieder die Leitfähigkeit, da sich dann die Ionen gegenseitig beeinflussen. Die Leitfähigkeit k ist der reziproke Wert des spezifischen Widerstands (→ Ohmsches Gesetz).