Dekapierungen sind verdünnte Säuren z. B. Salzsäure, Schwefelsäure oder auch Cyanidlösungen. Sie dienen zum Entfernen von dünnen, meist unsichtbaren Zunder-, Anlauf-, Sulfid-, Silikat- oder Oxidschichten auf metallischen Oberflächen durch kurzzeitiges Tauchen (Dekapieren), insbesondere nach dem Entfetten vor einer Galvanischen Behandlung. Neben stark verdünnten Säuren werden zum Dekapieren auch Komplexbildnerlösungen eingesetzt.
Wenn o.a. Schichten nicht entfernt werden, ist beim Galvanisieren eine schlechte Haftung der Überzüge die Folge. Zu ihrer Entfernung genügen im Allgemeinen 5 bis 15 s. Für Eisen, Stahl und Zink benutzt man 4- bis 20%ige Salzsäure; für Kupfer, Silber, Nickel und deren Legierungen kann man außerdem eine Lösung von 3 bis 4 g/L Kaliumhydrogentartrat (Weinstein) oder von 30 bis 100 g/L Natriumcyanid und für Aluminium eine 35-prozentige Salpetersäure benutzen. Mitunter wird der Begriff „Dekapieren“ auch fälschlich für das Entfetten oder (in Anlehnung an ausländische Sprachbegriffe) für Beizen verwendet.