Resistenzgrenze

Bei der Korrosion ist sie die charakteristische Grenze der Zusammensetzung von binären Legierungen aus zwei verschiedenen edlen Komponenten.

Liegt der Gehalt der edleren Komponente unterhalb der Resistenzgrenze, so lässt sich die unedlere Komponente praktisch vollständig herauslösen, wobei die edlere Komponente als Schlamm oder als Skelett zurückbleibt. Diese Erscheinung findet man z. B. bei Gold-/Silberlegierungen, aus denen man mit Salpetersäure oder heißer Schwefelsäure oder auch anodisch das Silber herauslösen kann. Zu finden auch bei der Herstellung von → Raney-Nickel. Die Resistenzgrenze spielt auch eine große Rolle bei der Verwendung von Messing. Bei wärmebehandelten Legierungen ist sie gewöhnlich schärfer ausgeprägt als bei kalt verformten Werkstoffen.

Bei nicht rostenden Stählen ist es die Grenze von etwas über 12 % Cr, bei der die Oberfläche praktisch mit Cr2O3 bedeckt ist.