Puffer, Pufferung

Substanz, die den pH-Wert des Elektrolyten zu stabilisieren vermag. Bei der Mehrzahl der Galvanischen Metallabscheidungselektrolyte spielt die Pufferung eine große Rolle. Man versteht hierunter das Abfangen größerer Schwankungen des pH-Wertes des Elektrolyten durch geeignete Puffersubstanzen. In sauren Elektrolyten wird an der Kathode Wasserstoff abgeschieden. Damit bleiben die Hydroxidionen zurück und machen die Kathodenumgebung alkalisch. In alkalischen Elektrolyten kann beispielsweise an der Kathode bei schlechter Stromausbeute das Wasser in Hydrogenium H und Hydroxidionen OH zersetzt werden

Auch in diesem Fall wird der Elektrolyt alkalischer. An der Anode wird der Elektrolyt bei den entsprechenden Prozessen saurer. Die Puffersubstanzen bestehen aus schwachdissoziierten Säuren oder Basen bzw. deren Salzen. Sie enthalten daher einen Vorrat an undissoziierten Wasserstoff- bzw. Hydroxidionen, aus dem die entfernten Ionen wieder ergänzt werden können. Die Pufferwirkung der verschiedenen Stoffe ist unterschiedlich. Die in der Galvanotechnik zum Puffern viel benutzte Borsäure zum Beispiel ist in der ersten, allein für die Pufferung wichtigen Stufe dissoziiert; ihre Dissoziationskonstante beträgt pk = 9,28. Von Vorteil ist bei Verwendung der Borsäure, dass ihre Pufferung infolge Verschiebung der Neutralisationskurve zu niedrigen pH-Werten und wegen ihres flachen Verlaufes bereits bei weitaus niedrigerem pH-Wert einsetzt, als etwa bei Stoffen mit ähnlicher Dissoziationskonstante (z. B. Ammonium (NH4+ pK = 9,40). Zusätzlich steigt die Dissoziation der Borsäure bei Zugabe von Nickelsalzen und erniedrigt den pH-Wert für die Pufferung. Andere, jedoch weniger geeignete Stoffe für die Pufferung von Nickelelektrolyten sind Zitronensäure, Acetate und Formiate.