Gleichzeitige Abscheidung verschiedener Metallionen.
Bei der Abscheidung von Legierungen aus wässrigen Lösungen sind die Elektroden Potenziale der abzuscheidenden Metallionen grundlegend.
Metallpaare mit annähernd gleichen Standardpotenzialen, wie z. B. Nickel und Cobalt.
Zinn und Blei lassen sich bei gleichzeitiger Wasserstoffabscheidung aus sauren, wässrigen Lösungen gemeinsam entladen. Bei anderen Metallpaaren wird die Annäherung der Abscheidungspotenziale in Komplexsalzlösungen, z. B. cyanid– oder Diphosphathaltigen Lösungen erreicht.
Aufschluss über eine Annäherung der Potenziale der einzelnen Metallionen geben die Kathodenpotenzial–Stromdichte-Kurven. Bei einer Legierungsabscheidung müssen diese Kurven soweit benachbart sein, dass bei einer bestimmten Stromdichte die Abscheidungspotenziale aller abzuscheidenden Metallionen überschritten werden.
Da eine Elektrode nur ein Potenzial besitzen kann, müssen sich die gewünschten Metalle bei genau diesem Potenzial abscheiden (Abscheidungspotenzial UAb). Bei der Forderung nach einer bestimmten Legierungszusammensetzung muss dies auch noch in genau diesem Verhältnis geschehen.
Die Zusammensetzung der Legierungsniederschläge hängt nicht nur von der Stromdichte, dem Abscheidungsäquivalent und der Stromausbeute, sondern auch von
ab.