Homogenverbleien

Hierbei wird, im Gegensatz zur → Walzbleiauskleidung, der Bleiüberzug überall fest mit dem Grundwerkstoff verbunden. Dies ist nötig, wenn der Apparat oder Behälter hohem Druck, Vakuum und wechselnden Temperaturen ausgesetzt ist; er wird deshalb aus Stahl, Gusseisen oder Kupfer hergestellt. Wie bei der → Reibverzinnung beschrieben, erhält er zuvor eine leichte Zinnauflage. Hierauf wird das Blei mit einer weichen Gasflamme von Bleistäben Raupe für Raupe aufgeschmolzen, so dass ein dichter, durch Glättung mit der Flamme gleichmäßiger Bleiüberzug entsteht, der im Allgemeinen 3 bis 4 mm dick gehalten wird, nach Bedarf auch dicker (bis zu 10 mm). Die handwerkliche Fertigung benötigt für 1 m2 Fläche bei nur 1 mm Dicke etwa eine Stunde, erfordert demnach ihren Preis. Wie bei der → Reibverzinnung kann auch Blei aus Pasten oder Anstrichen, die neben Bleipulver ein Desoxidationsmittel enthalten, nach Anstrich der Oberfläche durch Erwärmung niedergeschmolzen werden. Das Gleiche gilt für das → Terne-Metall.

Beim Homogenverbleien entstehen auch Legierungsschichten.