elektrolytisches Entfetten

Verfahren, bei dem die Werkstücke in einem meist alkalischen Elektrolyten kathodisch und/oder anodisch behandelt werden. Die elektrolytische Entfettung ist in der Regel eine Feinentfettung, der eine Grobentfettung mit einem alkalischen Reiniger oder einem organischen Lösemittel vorausgeht. Die reinigende Wirkung wird von aufsteigenden Gasen (Kathode: Wasserstoff, Anode: Sauerstoff) unterstützt. Jedoch können die Gase auch den Werkstoff nachteilig verändern: so kann Wasserstoff in den Werkstoff diffundieren (→ Wasserstoffversprödung), im anodischen Zyklus kann die Oxidation zu unerwünschten Belägen auf der Oberfläche führen.