EC-Test

Von Electrolytic Corrosion Test; elektrochemisches Korrosionsprüfverfahren, z. B. zur Messung der Korrosionsgeschwindigkeit verschiedener Kupfer– und Nickelüberzüge. Man legt zwischen der als Bezugselektrode dienenden Silberchlorid-Elektrode und der Kathode (die gegen den Elektrolyten → inert sein soll) ein konstantes Potenzial an. Der Elektrolyt besteht aus 10,0 g/L Natriumnitrat und 5 ml/L Salpetersäure (D. 1,19) sowie (Elektrolyt A:) 1,3 g/L Natriumchlorid bzw. (Elektrolyt B:) 1,0 g/L Natriumchlorid und 1,0 g/L 1.10Phenantrolinhydrochlorid. Der letzte Stoff soll bei Stahlteilen die Erreichung des Grundwerkstoffes anzeigen. Die Korrosionsgeschwindigkeit, mit der z. B. Nickel angegriffen wird, ist in gewissem Maße von der Größe der freiliegenden Nickeloberfläche abhängig. In dem angegebenen Elektrolyten ist die Korrosionsgeschwindigkeit von Kupfer, Nickel und Chrom annähernd gleich. Legt man eine Spannung von +0,3 V bei einer Stromdichte von 3,3 mA/cm2 an, so entspricht eine Behandlung von 2 min der Beanspruchung eines Autoteiles von einem Jahr im Industrieklima.