Diaphragma

Von griech.: dia – durch; phragma – Zaun: Umzäunung; halbdurchlässige Membran, z. B. eine poröse Trennwand, die für Filterzwecke benutzt wird, u. a. zur Trennung des Anoden– und Kathodenraums bei der Elektrolyse.

Für diesen Zweck muss das Diaphragma zwar den Durchtritt des Stromes gestatten, aber nicht den Eintritt der die Anode (bzw. Kathode) umgebenden Lösung in die übrige Lösung ermöglichen. Bei der cyanidischen Verkupferung wird mitunter ein Diaphragma benutzt, um das Eindringen von Fremdstoffen aus dem Anodenraum zu verhindern. In diesem Falle besteht das Diaphragma aus Tuch. Früher wurden häufig solche aus Ton, Kaolin und dergleichen benutzt.

Diaphragmamaterialien:

  1. Membranen mit feinen Poren, z. B. Sinterkeramik; gebrannter Ton; Tuch
  2. Membranen ohne Poren (dPore < 5 nm), z. B. aus Polymeren
  3. Porenfreie Metallfolien (für die Gastrennung)
  4. Ionenaustauschermembranen (für die Elektrodialyse).