Bei der Korrosion von Eisen und Stahl an der Luft, in Wasser oder in wässrigen Lösungen entstehende, durch die gelb- bis rotbraune Färbung erkennbare Eisenoxide und –hydroxide. Ausnahmen sind Anlaufschichten und Zunder, die bei der Bearbeitung (Glühen, Walzen) entstehen.
Der Rost ist eine schlecht haftende, nicht zusammenhängende Oberflächenbedeckung, die im wesentlichen aus a-Eisen(III)oxidhydrat (Goethit), g-Eisen(III)oxidhydrat (Lepidokrokit) Eisen(II,III)oxid (Fe3O4; Magnetit) und röntgenamorphem Eisenhydroxid sowie Wasser besteht. Rosten ist ein Oxidationsvorgang, der die Anwesenheit von Feuchtigkeit und Sauerstoff erfordert. Im Gegensatz zu anderen oxidischen Metallbedeckungen (wie z. B. beim Aluminium) schützt die Rostschicht infolge ihrer Durchlässigkeit und schlechten Haftung nicht vor weiterer Korrosion. Um einen mehr oder weniger wirksamen Schutz der Eisenoberfläche zu erhalten, wurde eine Vielzahl von Verfahren zum zeitweiligen und dauernden Korrosionsschutz entwickelt. Diese bestehen in der Regel darin, die Eisenoberfläche durch eine Schutzschicht aus organischen Stoffen (Fette, Öle, Anstriche, Harze, Kunststoffe), korrosionsbeständigeren Metallen (Zink, Kadmium, Zinn, Nickel, Chrom, Blei u. a.) oder Nichtmetallen (Phosphaten, Silikaten, Mennige, Bleicyanamid u. a.) zu schützen.