Nichteisenmetalle zum Emaillieren

Das älteste zum Emaillieren verwendete Metall, das Gold, ist auch das geeignetste, und zwar in seinen Legierungen 900, 750 und 585/000. Je höher der Goldgehalt gewählt wird, desto schöner ist das Farbenspiel. Das Silber hat nicht so gute Hafteigenschaften wie das Gold, wurde und wird aber in seiner 925/000-Legierung in größerem Umfang verwendet.

Die zum Löten dieser Metalle gebräuchlichen → Hartlote bestehen aus Legierungen mit Kupfer und Kadmium als Zusätzen zum Gold und Silber. Kupfer lässt sich gut emaillieren; an seinen Reinheitsgrad werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Unter den Kupferlegierungen sind nur bestimmte Typen emaillierfähig, so Bronze, also die Kupfer-Zinn-Legierungen. Auch → Tombak, mit einem Zinkgehalt von höchstens 10 % im Blech bzw. als Guss mit max. 13 % Zink neben sehr geringen weiteren Begleitelementen, kann verarbeitet werden. Freiheit von Schwefel und Desoxidation mit Phosphorkupfer vor dem Gießen sind Voraussetzungen. Die erst seit einigen Jahren geübte Technik des Emaillierens der Leichtmetalle bedient sich meist des Reinaluminiums. Aber auch für einige der Legierungen gibt es passende Emails, so für solche mit Gehalten an Kupfer, Silicium, Magnesium und Chrom. Die niedrigen Schmelzpunkte der Leichtmetalle bedingen eine Emailliertemperatur von max. 550 °C, dazu ist der gegenüber dem Eisen etwa doppelt so hohe Wärmeausdehnungskoeffizient zu beachten. → Aluminiumemails. Nicht emaillierbar sind Platin und seine Legierungen, Nickel sowie Zink und alle deren höherprozentigen Legierungen, wie Neusilber (Alpaka) und Messing.