HD-DH-Verfahren

Verfahren nach H. Dohmann; dient zur Herstellung blendfreier Galvanischer Legierungsniederschläge aus Cobalt, Nickel und Zinn.

Die Farbe des Legierungsniederschlages bewegt sich zwischen der von Neusilber und Chrommanganstahl. Man kann glänzende bis matte Oberflächeneffekte erzielen. Die Zusammensetzung des Elektrolyten lautet: etwa 25 bis 40 g/L Sn, 55 bis 60 g/L Ni, 7,5 bis 11,5 g/L Co, 25 bis 50 g/L F. Der pH-Wert beträgt 2,0 bis 2,5, die ElektrolytTemperatur 65 bis 80 °C, die kathodische Stromdichte 0,1 bis 3,0 A/dm2 und die Badspannung 1 bis 7 Volt. Der Elektrolyt enthält außerdem noch 0,3 bis 0,7 g/L eines dreifach ungesättigten Alkohols und die gleiche Menge Saccharin. Perfluoralkylsulfonsaure Salze sind als Netzmittel geeignet. Der aus einem solchen Elektrolyten abgeschiedene Niederschlag besteht aus 5 bis 10 % Co, 30 bis 40 % Ni und 50 bis 60 % Sn. Als Anoden verwendet man Rein-Nickel, der Einsatz von Legierungsanoden befindet sich noch im Stadium der Erprobung. Das HD-DH-Verfahren eignet sich für die Galvanische Behandlung aller Grundmetalle. Zinkdruckguss wird zunächst cyanidisch und anschließend bis zu 10 µm sauer verkupfert, darauf folgt eine 8 bis 10 µm dicke Mattnickel- oder Zinnschicht, dann wird in Flusssäure dekapiert und danach ein 8 bis 12 µm dicker Legierungsniederschlag abgeschieden. Aufgrund seiner hohen Vickers-Härte von 650 bis 750 kp/mm2 weist der Legierungsniederschlag eine gute Schlag- und Abriebfestigkeit auf. Die kathodische Stromausbeute beträgt 95 bis 98 %.