Corrodkote-Test

Verfahren zur zerstörenden Korrosionsprüfung von KupferNickel-Chromüberzügen auf Stahl und Zinkdruckguss sowie Nickel-Chromüberzügen auf Stahl und Kupfer. Das Probe-stück wird nach DIN 50958 mit einer Paste bestrichen und dann 16 h einer Temperatur von 40 °C und einer relativen Feuchtigkeit von 98 bis 100 % ausgesetzt. Unter der Bezeichnung „modifizierter Corrodkote-Test“ wird der mit Betauchung arbeitende Test verstanden.

  1. Herstellen der Paste aus Lösungen: In nachstehender Reihenfolge werden 7,0 ml Kupfernitrat-Lösung, 33,0 ml Eisen(III)chlorid-Lösung, 10,0 ml Ammoniumchlorid-Lösung und 30,0 g Kaolin in ein Becherglas gegeben und mit einem Glasstab zu streichfähiger Paste verrührt. Die Paste ist täglich neu zuzubereiten.
  2. Herstellen der Paste aus festen Stoffen: 1,0 g Eisen(III)chlorid, 0,20 g Kupfernitrat und 6,0 g Ammoniumchlorid werden in 50 ml Wasser gelöst. Dann werden 180 g Kaolin und 250 ml Wasser zugesetzt. Die Mischung wird gut verrührt, bis eine streichfähige Paste entstanden ist. Zum Herstellen der Paste dürfen nur Glas- und Porzellangeräte benutzt werden. Die Paste soll in verschlossenen Glas- oder Polyäthylenflaschen aufbewahrt werden. Sie darf nicht älter als 2 Wochen sein. Nachdem das Prüfg

ut dem Korrosionsmittel ausgesetzt war, wird die Paste entfernt. Die Stellen, an denen durch die Korrosion das Grundmetall frei liegt, werden noch besonders sichtbar gemacht, indem in der Regel eine 24stündige Lagerung der Probestücke im Schwitzwasser-Konstantklima nach DIN 50017 vorgenommen wird. Aus Anzahl und Größe der Korrosionsstellen ist die Korrosionsschutzwirkung des Überzugs ersichtlich.