Zweibadverzinnung

Wird bei der → Feuerverzinnung eine bessere Oberflächenqualität gewünscht als sie mit der → Einbadverzinnung zu erzielen ist, so wird in einem zweiten Zinnbad nochmals getaucht. Dieses ist mit Palmöl, Talg oder einem für das Verfahren geeigneten Mineralöl zu etwa zwei Drittel bedeckt. In diesem zweiten Bad, das nicht mehr mit der blanken Oberfläche der Werkstücke in Berührung kommt, befinden sich kaum noch Eisen-, Zinn– bzw. Kupfer-Zinn-Verbindungen. Deshalb wird die Oberfläche des Zinnüberzuges sauberer. Das zweite Bad ist 235 bis 270 °C heiß. Weil das Werkstück vom ersten Bad her noch warm ist, wird es schnell in das zweite Bad eingeführt und nach Erreichen der Badtemperatur mit derselben Technik wieder herausgezogen, wie bei der Einbadverzinnung beschrieben. Flussmittelreste vom ersten Bad nimmt das Öl auf und schützt seinerseits das Werkstück. Das Verfahren eignet sich zur Herstellung dicker Überzüge von hoher Güte.