Zeta-Potenzial

Die Feststoffpartikel in einem Schlicker sind elektrisch aufgeladen. Das entsprechende Potenzial wird als ζ-Potenzial bezeichnet. Silicatische Teilchen sind negativ gegenüber dem Dispersionsmittel geladen. Diese elektrische Aufladung wird zum Teilchentransport und zur Ausfällung beim Elektrotauchlackieren (ETL) verwendet. Zwischen Werkstück und Edelstahlkathode wird eine Spannung von ca. 150 V angelegt. Scheiden sich die Partikel als Schicht ab, so wird diese entwässert, weil die Relativbewegung Teilchen – Elektrolyt noch anhält (elektroosmotische Entwässerung). Das Zetapotenzial wird deshalb auch als elektrokinetisches Potenzial bezeichnet:

\zeta = \phi_{ÄH} - \phi_{El}

Das Zetapotenzial ist die Potenzialdifferenz zwischen dem Galvanipotenzial der äußeren Helmholtzschicht und dem Galvanipotenzial des Elektrolytinneren.