Dient zum Trocknen wasserfeuchter Metallgegenstände, z. B. nach dem Galvanisieren. Sie besteht aus einem organischen Lösemittel (meist höhersiedender Kohlenwasserstoff), einem Netzmittel und häufig noch einem Filmbildner (Öl, Fett Wachs, Kunststoff u. a.) zur Herstellung eines Schutzfilms. Man kann auch in der Wärme arbeiten und verwendet dann Chlorkohlenwasserstoffe (Tri- oder Perchloräthylen, selten Methylchloroform). Heute werden auch unbrennbare fluorhaltige organische Lösemittel verwendet. Die wasserverdrängenden Flüssigkeiten sind spezifisch leichter als Wasser. (D. ohne Filmbildner 0,70 bis 0,78, mit Filmbildner 0,80 bis 0,85). Beim Einbringen feuchter Metallgegenstände in die wasserverdrängende Flüssigkeit verdrängt diese das anhaftende Wasser, das sich in Tropfenform zusammenzieht und in der spezifisch leichteren Flüssigkeit nach etwa 3 bis 5 s zu Boden sinkt. Es sammelt sich am Boden des Behälters an und kann dort von Zeit zu Zeit abgezogen werden. Mitunter ist auch nochmaliges Tauchen in reinem Tri- oder Perdampf erforderlich. Die Verdunstungszahl der wasserverdrängenden Flüssigkeit soll 50 bis 60, die ZündTemperatur mindestens 200 °C, der Flammpunkt mindestens 40 °C betragen. Der → AGW-Wert sollte 500 mL Lösemitteldampf pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten.