Tafelverzinnen

→ Weißblech. Kurz vor der Verzinnung werden die Bleche gebeizt und laufen durch eine geschmolzene → Flussmittelschicht, in der sie angewärmt werden, in das Feuerzinnbad. Hier befinden sich unter der Oberfläche die Transportwalzen und die Abquetschwalzen, die das Blech glätten und die Dicke der Zinnschicht regeln, bevor es durch eine Palmfettschicht wieder auftaucht. Neben diesen Walzen bestimmen Durchlaufgeschwindigkeit und Badtemperatur die Dicke der Zinnauflage. Das Bad hat an der Einführungsseite 300 bis340 °C, sinkt aber an der Austragsseite auf etwa 250 °C, um das Palmöl nicht zu überhitzen. Anschließend werden die Tafeln in ein → Entfettungsbad transportiert; in einer Putzmaschine wird das letzte Palmöl entfernt. Feuerverzinntes Weißblech wird im Allgemeinen in Dicken von 0,18 bis 0,5 mm und in Breiten von bis zu 1000 mm geliefert. Als geringste Zinnauflage gilt 20 bis 25 g/m2 beidseitig, was etwa einer der Zinnschichtdicke von 2,5 µm entspricht. Die Auflage kann durch Steuerungen im Bad bis auf 50 g/m2 Zinn gesteigert werden. Für extreme Zinnauflagen kann das Blech ein zweites Mal von Hand verzinnt werden.