Strahlen

Auch Strahlspanen; nach DIN 8580: 2003-09, Hauptgruppe 3, spanendes Fertigungsverfahren für feste Stoffe. Oberflächenbearbeitungsverfahren, bei dem ein Strahlmittel auf die zu behandelnde Oberfläche geschleudert wird, um eine bestimmte Oberflächengestalt und -beschaffenheit zu erzeugen. Man unterteilt nach den Strahlverfahren (DruckSchleuderstrahlen), deren Einsatzmöglichkeiten (Reinigungs-, Oberflächenveredlungs-, Oberflächenverfestigungs-, Verformungs- und Prüfstrahlen), den Strahlmitteln (flüssige, feste metallische und feste nichtmetallische), den Einflussgrößen (Sorte, Geschwindigkeit, Durchsatz, Bedeckungsgrad, Auftreffwinkel, Einwirkdauer, Härte) und den Wirkungen. In der Metalloberflächenveredlung benutzt man das Strahlen vor allem vor dem Emaillieren, besonders wenn nicht gebeizt werden kann. Glühen vor dem Strahlen lockert die Oxidschicht auf. Wegen der Silikosegefahr wurde Quarzsand durch Eisenstrahlmittel (Schrot aus Gusseisen, Stahlguss oder Stahldraht) oder durch Korund ersetzt. Die gestrahlte Oberfläche muss durch kräftiges Abblasen mit Druckluft von Staub befreit werden.