Örtlich begrenzte Unterbrechungen im Werkstoff, (z. B. Überzug) mit vorwiegend flächenhafter Ausdehnung. Die Begrenzungsflächen verlaufen häufig senkrecht zur Oberfläche. Ursache der Rissbildung sind Spannungen, die höher sind, als die Zerreißfestigkeit. Unter groben Rissen (→ Makrorissen) versteht man solche, die mit normalsichtigem Auge aus der Bezugssehweite von 25 cm erkennbar sind. Feine Risse sind erst mit einer Lupe (Vergrößerung 6x) und → Mikrorisse unter dem Mikroskop bei einer Vergrößerung von etwa 50x sichtbar. Eine große Rolle spielen die Risse beim Korrosionsschutz durch Chromüberzüge; man unterscheidet hierbei Mikro- und Makrorisse mit verschiedener Rissdichte (cm–1):
a) durchgehende Risse, die vom Überzug bis zum Grundwerkstoff reichen; angreifende Mittel können durch die Risse zum Grundwerkstoff gelangen und dort Korrosion auslösen,
b) nicht durchgehende, offene Risse,
c) nicht durchgehende, geschlossene Risse,
d) geschlossene, maskierte Risse, allseitig vom Überzug und/oder Grundwerkstoff eingeschlossen. DIN 50903.