Lote sind relativ niedrig schmelzende Metalllegierungen, die zum Löten geeignet sind und je nach Zusammensetzung und Verwendung über einen Temperaturbereich von ca. 185 bis 1100 °C Schmelztemperatur zur Verfügung stehen.
Man unterscheidet → Weichlote (Schmelztemperatur < 450 °C) und Hartlote (Schmelztemperatur > 450 °C).
Für Hartlot eignet sich z. B. Aluminium, dessen Schmelzpunkt von 658 °C durch kleine Beimengungen von Zink, Zinn, Nickel, Cadmium oder Silicium auf ca. 500 bis 620 °C abgesenkt wird.
Zum Hartlöten von Edelmetallen, Schwermetallen und Eisenwerkstoffen verwendet man so genannte „Silberlote“, die einen Silberanteil zwischen ca. 25 und 75 % neben Cadmium, Kupfer und Zink als weitere Legierungsbestandteile aufweisen.
Die am häufigsten verwendeten Weichlote (umgangssprachlich auch „Lötzinn“ oder „Schnelllot“ genannt) sind niedrig schmelzende ZinnLote (ca. 330 °C) mit geringen Anteilen an Antimon, Kupfer und Nickel. Andere Weichlote bestehen aus Zinn-, Blei-, Cadmium- und Zink-Legierungen sowie einigen besonders tiefschmelzenden Bismut-, Indium– u. a. Legierungen.
Weichlote werden überwiegend in der Elektrotechnik, Heizungs- und Sanitärtechnik verwendet.
Wegen der guten technischen Beherrschbarkeit und des niedrigen Schmelzpunkts enthielt eine Reihe von Loten Blei.
Aufgrund der aktuellen Rechtslage in der EU mussten bis zum 1. Juli 2006 wegen Problemen des vollständigen Recyclings im Elektronikbereich bleihaltige Lote ersetzt werden. Inzwischen gibt es weltweit starke Bemühungen, die bleihaltigen Weichlote durch bleifreie zu ersetzen. Diese haben jedoch einen weniger universellen Einsatzbereich und bringen z. T. technische Probleme wie Verspröden oder Whiskerbildung (haarförmige Aufwachsungen, die zu Kontaktschwierigkeiten führen können) mit sich.