Läppen

Mit Läppen bezeichnet man ein mechanisches Oberflächenverbesserungsverfahren, bei dem Werkstück und Werkzeug unter Verwendung lose aufgebrachten Kornes bei fortwährendem Richtungswechsel aufeinander gleiten. Die Form der Werkzeugfläche und die Art der Bewegung des Werkzeuges sollen so gewählt werden, dass die Idealform des Werkzeugs möglichst lange erhalten bleibt, um einer möglichst großen Zahl von Werkstücken durch die Bearbeitung einer der Idealform möglichst angenäherte Form zu erteilen.

Als Werkstoff zum Läppen ist perlitischer Spezialguss mit einer Härte von HB = 180kp/mm2 besonders gut geeignet. Das Läppwerkzeug ist als Scheibe für plane und planparallele Flächen sowie Zylinder ausgebildet; Sonderformen (Kegel oder Kugeln) kommen auch vor. Zwischen Werkzeug und Werkstück befindet sich der aus losem Läppkorn (meist Siliziumkarbid, aber auch Aluminiumoxid, Granat, Borkarbid und Diamant, zum Polieren Chromoxid, Eisenoxid, Ceroxid) und Läppflüssigkeit (meist Öl-Petroleum-Gemisch im Verhältnis 1:1 oder Wasser mit Rostschutzzusatz) bestehende Läppfilm.

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