Bei der Chromabscheidung aus Chromsäureelektrolyten muss an allen Stellen die kritische Stromdichte (Grenzstromdichte des Katalysatorentransportes) überschritten werden, damit eine Chromabscheidung stattfinden kann. Ist das nicht der Fall, wird der nicht verchromte Bereich der Oberfläche angeätzt. Um diesen Fehler zu vermeiden, wendet man zu Beginn der Verchromung eine sehr hohe Stromdichte (Deckstrom) an, so dass alle Bereiche der Werkstückoberfläche verchromt werden. Da diese hohe Stromdichte aber an den hervorstehenden Stellen die Grenzstromdichte der Chromabscheidung übersteigt, würde dort eine pulverförmige Abscheidung („Anbrennung“) stattfinden. Deshalb muss man den Deckstrom nach kurzer Zeit auf die Abscheidungsstromdichte zurücknehmen.