(Veraltete Bezeichnungen: „Voltameter; Coulombmeter“).
Es dient zur Messung der durchgeflossenen Elektrizitätsmenge nach dem Faradayschen Gesetz zur Bestimmung der durch Wasserersetzung gebildeten Knallgasmenge (Knallgascoulometer) oder der abgeschiedenen Metallmenge (Kupfer– oder Silbercoulometer). Bei dem häufig verwendeten Kupfercoulometer dient in einem Aquarium ein Kupferblech als Anode und ein Kupfer- oder Platinblech als Kathode. Der Elektrolyt besteht aus einer Lösung von 125 g/L Kupfersulfat, 150 g/L H2SO4 (Dichte: 1,84 g/cm3) und 50 g/L Alkohol. Man wendet bei einem Elektrodenabstand von 2,5 bis 3 cm eine Stromdichte von 2,5 bis 3 A/dm2 an. Nach dem Verkupfern wird die Kathode sorgfältig getrocknet, am besten in Alkohol und Äther und einige Zeit im Trockenschrank aufbewahrt. Die Elektrizitätsmenge (in Coulomb) kann man aus der Gewichtszunahme berechnen. Denn die beim Stromfluss umgesetzten Stoffmassen sind der elektrischen Ladung direkt proportional und werden gravimetrisch, volumetrisch oder analytisch bestimmt.