Anlaufschutz

Damit metallische Oberflächen nicht „anlaufen“, sich also nicht verfärben können, werden Verfahren angewendet, die die Oberflächen passivieren. In der Regel geschieht dies durch eine Adsorptionsschicht oder eine → Konversionsschicht.

So werden z. B. 1,4-Butindiol, Harnstoff, Thioharnstoff und andere ungesättigte organische Verbindungen, stickstoff– und/oder schwefelhaltige organische Verbindungen oder auch Aminopolycarbonsäuren, den Beizen und Dekapierungen als Inhibitoren zugesetzt, um sowohl das Anlaufen der Werkstückoberflächen als auch deren Wasserstoffversprödung zu verhindern.

Einen eigentlichen Anlaufschutz gibt es nicht, da man die Eigenschaften des Materials nicht so verändern kann, dass es nicht mehr mit der Luft reagiert. Man kann also nur eine dünne Schicht auf der Oberfläche aufbringen, die möglichst keine optische Beeinträchtigung hervorruft.