Mahlen

Man unterscheidet beim Emaillieren Nass- und Trockenmahlen.

  1. Nassmahlen: Die Fritte, auch Granalien genannt, wird mit dem Mühlenversatz zusammen in Trommelmühlen vermahlen. Die Mühlen sind mit Hartporzellan oder Quarzit ausgekleidet, und die Mahlkugeln bestehen entweder ebenfalls aus Hartporzellan oder sind natürliche Kieselsteine. Ihr Abrieb kann ohne Schaden in das Email übergehen. Mahlgut und Steine dürfen aber nur abrutschen, nicht fallen, sonst könnten die Mahlkugeln absplittern und dann Emailfehler verursachen. Für ein stets gleiches Mahlergebnis müssen Trommelgröße, Zahl und Größe der Kugeln, Zahl und Geschwindigkeit der Umdrehungen, Menge des Mahlgutes und des Wassers (40 bis 60 %) möglichst gleich gehalten werden, sonst wechselt die Qualität des Schlickers und damit der Emaillierung (Mahlfeinheit). Mit Ausnahme weniger Sorten lässt man den Schlicker vor dem Auftragen einige Tage lang stehen, um ihn “altern”, d. h. die Kolloide zur Ruhe und Auswirkung kommen zu lassen.
  2. Trockenmahlen: Puderemails werden in gleichen Mühlen wie oben, jedoch ohne Zusatz von Wasser gemahlen.

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