Zellenschmelz

Bezeichnung für eine Emailtechnik in der Kunst. Auf Unterlagen aus Gold-, Silber– oder vergoldetem Kupferblech werden dünne Stege aus gleichem Metall aufgelötet, deren Linienführung der Darstellung angepasst ist. In die so entstandenen Zellen wird das Email in verschiedenen Farben eingefüllt und gebrannt. Der Vorgang wird wiederholt, bis die Zellen bis zum Rand gefüllt sind. Dann wird die Oberfläche glatt geschliffen und poliert. Auch als „Email cloisonné“ bekannt. Die Blütezeit dieser Technik war das 8. bis 14. Jahrhundert (Byzanz), nachdem sie im Mittelmeerraum vom Anfang des Emaillierens an (700 v. Chr.) ausgeübt worden war. Neben allen anderen Techniken wird der Zellenschmelz bis heute angewendet und ist in China (ab etwa 1000 n. Chr.), Japan, Indien, Persien, der Türkei fast ausschließlich in Gebrauch. In Byzanz wurde in jede Zelle nur ein Email eingefüllt, später, besonders im Orient, auch mehrere.