In Gegenwart von Feuchtigkeit bilden aufgebrachte Zinküberzüge (durch Feuerverzinken, Galvanisches Verzinken und Metallspritzverfahren) so genannten „weißen Rost“ oder „Weißrost“. Die Bezeichnung erfolgt in Anlehnung an den „roten“ Rost des darunter liegenden Eisens.
Weißrost ist ein lockeres, amorphes Oxidationsprodukt, das keine Schutzwirkung ausübt.
Er hat keine definierte Zusammensetzung, da diese von den jeweiligen Entstehungsbedingungen abhängig ist.
Er besteht überwiegend aus basischem Zinkcarbonat, einem geringen Anteil Zinkoxid, Zinkhydroxid und Wasser (ZnCO3 + ZnO + Zn(OH)2 + H2O). Die Bildung der o.a. Zinkverbindungen hängt stark vom Angebot des Kohlenstoffdioxids (CO2) abhängt.
Die für die Korrosionsschutzwirkung gut haftenden Deckschichten können sich jedoch nicht ausbilden, wenn die Zinkoberfläche über einen längeren Zeitraum mit entmineralisiertem Wasser bedeckt bzw. der Luftzutritt und damit das Angebot an CO2 unzureichend ist.
Die üblichen Oberflächennachbehandlungsverfahren der Verzinkung erhöhen den Schutz gegen Weißrost.