Eigenschaft von Stählen, bei hohen Temperaturen langsam zu verzundern. Die Verzunderungsgeschwindigkeit soll unter den jeweiligen Betriebsbedingungen ausreichend niedrig sein, um eine angemessene Lebensdauer des betreffenden Apparateteils zu gewährleisten. Die Verzunderungsbeständigkeit – sprachlich falsch oft als Zunderbeständigkeit bezeichnet – ist keine einheitlich definierbare Größe, da die Anforderungen von Anlage zu Anlage stark differieren. Eine gewisse Beurteilungsgrundlage bildet das Stahleisen-Werkstoffblatt 470 des VDEh, wonach ein Stahl als verzunderungsbeständig anzusehen ist, wenn der Metallverlust bei einer bestimmten PrüfTemperatur nach 120 Stunden mit vier Zwischenabkühlungen 1 g/m2 · h bei einer um 50 °C höheren Temperatur 2 g/m2 · h nicht übersteigt.