Bleiüberzüge werden in der Regel durch Feuerverbleien, Homogenverbleien oder auf Galvanischem Wege hergestellt. Die Galvanische Abscheidung erfolgt aus Fluoridoborat-, Fluoridosilikat- oder Sulfamidat-Elektrolyten; andere, wie Perchlorat- und alkalische Elektrolyte, werden sehr selten verwendet. Die Fluoridoboratelektrolyte enthalten 120 bis 240 g/L Blei(II) als Fluoridoborat, 30 bis 70 g/L freie Borflusssäure und 10 bis 30 g/L freie Borsäure. Meist setzt man Gelatine oder Leim (0,2 bis 1,0 g/L) zu. Sie werden bei Stromdichten von 1 bis 10 A/dm2 und einer ElektrolytTemperatur von 20 bis 30 °C, nicht jedoch über 40 °C betrieben. Die anodische und kathodische Stromausbeute beträgt etwa 100 %. Die Streufähigkeit ist besser als die der Nickelelektrolyte, jedoch nicht so gut wie die der sauren Zinnelektrolyte. Die Fluoridosilicat-ElektroIyte verhalten sich ähnlich wie die Fluoridoborat-Elektrolyte. Sulfamidat-Elektrolyte werden mit 50 bis 180 g/L Metall und ebenso viel überschüssiger Sulfaminsäure angesetzt. Die Stromdichte beträgt 1 bis 4 A/dm2. Auf Galvanischem Wege lassen sich auch Legierungen des Bleis mit Zinn, Antimon, Kupfer und Indium Herstellen.
Seit der Verfügbarkeit der Methansulfonate ist der Ansatz von Bleielektrolyten und Bleilegierungselektrolyten aus solchen Lösungen vorgenommen worden.