Trockenschmierschichten bestehen aus einem Schmierstoff wie Molybdändisulfid, Graphit, hexogonales Bornitrid, TFA oder PTFE und einem Binder wie Epoxiharz, Epoxi-Silikonharz, Butyltitanat, Phosphat oder Silikat. Sie werden an metallischen Werkstoffen als Schmierstoff zur Verminderung von Verschleiß und Reibkorrosion und zum Schutz gegen Fressen bewegter, miteinander in Berührung stehender Teile verwendet. Die Schichten werden durch Pinseln, Tauchen oder Spritzen aufgetragen und, je nach System, bei Temperaturen bis zu maximal 200 °C eingebrannt. Die Dicken liegen im Allgemeinen unter 10 µm. Die maximalen Anwendungstemperaturen betragen 260 °C (PTFE), 500 °C (Molybdändisulfid), 600 °C (Graphit), 800 °C (Bornitrid). Trockenschmierfilme auf MoS2-Basis dürfen auf Nickel– und Cobaltwerkstoffen nur bei Betriebstemperaturen unter 300 °C eingesetzt werden. Beispiel für einen Trockenschmierfilm, der auch über Korrosionsschutzeigenschaften verfügt, ist z. B. Molycote®. Dieser kann im Temperaturbereich von -70 °C bis +380 °C eingesetzt werden, besitzt einen niedrigen Reibungskoeffizienten und hohe Lastaufnahmefähigkeit für extreme Einsatzbelastungen. Es gibt auch organische Beschichtungen z. B. Gleitlacke, Pasten, Wachse, Seifen sowie metallische Schichten aus z. B. Silber, Molybdän, Kupfer, Blei, Cadmium.