Stromdichte- Potenzialkurve, Stromspannungskurve

Grafisch dargestellter Zusammenhang zwischen Stromdichte und Potenzial einer Elektrode; gibt über viele wichtige Eigenschaften Galvanischer Bäder (ebenso auch anodisch arbeitender „Eloxal“-, Polier- u. a. Elektrolyte) bzw. der Elektroden sowie das Korrosionsverhalten von Metallen Aufschluss. Um sie aufzustellen, misst man in der Regel das Potenzial während des Stromdurchganges und trägt die Werte für Stromdichte auf der Ordinate (senkrechte Koordinate) und für das Potenzial zwischen Elektrode und der jeweiligen Bezugselektrode auf der Abszisse (waagerechte Koordinate) eines Koordinatensystems ein. Neuerdings wird die Darstellung nach dem Vorschlag der CITCE (Internationales Komitee für elektrochemische Thermodynamik und Kinetik) international einheitlich so vorgenommen, dass die Werte für die kathodische Stromdichte auf der Abszisse nach links und für die positiven Potenzial-Werte auf der Ordinate nach oben aufgetragen werden. Zur Aufnahme der Stromspannungskurve benutzt man außer der Versuchselektrode eine Bezugselektrode, wozu in der Regel die Silberchloridelektrode Verwendung findet. Diese steht über ein Zwischengefäß mit gesättigter Kaliumchloridlösung mit der Versuchselektrode in Verbindung. Um die Potenzialmessung in nächster Nähe der Elektrode durchführen zu können, benutzt man eine fein gezogene → Haber-Luggin-Kapillare, deren Öffnung sich unmittelbar vor der Elektrode befindet. Die Versuchselektrode kann anodisch oder kathodisch geschaltet werden.