Im Gegensatz zu üblichen Galvanisierverfahren wird bei diesem Verfahren das Werkstück nicht in einem mit Elektrolyt gefüllten Behälter, sondern durch Aufspritzen eines anodisch geschalteten Flüssigkeitsstroms galvanisiert. Beim Handspritzgalvanisieren erfolgt die Elektrolytzuführung durch Anodenhalter-Spritzpistolen, die ähnlich der Saphirspitze eines Tonabnehmers auf Armen ruhen. Das Werkstück wird mittels einer Kontaktvorrichtung an die Kathode angeschlossen. Das Verfahren kann auch unter Umkehrung der Polarität zum elektrolytischen Glänzen und Abtragen verwendet werden. Es besitzt beträchtliche Vorteile. So können hohe Stromdichten erreicht und gleichmäßige Porenfreie und spannungsarme Niederschläge mit guter Haftung erzielt werden. Durch Anwendung von → Schablonen kann auch eine Dekor-Wirkung erzielt werden. Ein ähnliches Verfahren ist das → Tampon-Galvanisieren.
Moderne Anspritzmaschinen haben bis zu 300 Anodendüsen und damit ebenso viele Werkstücke parallel geschaltet. Bei der Drahtgalvanisierung erfolgt das Anspritzen durch versetzte Düsen in relativ kleinen Zellen.