Mechanisches Oberflächenbehandlungsverfahren, bei dem schüttfähige Massenartikel in einem Glocken- oder Trommelapparat bearbeitet werden. Hiermit können die Teile entgratet, entzundert, geschliffen und vorpoliert werden. Man kann trocken oder nass arbeiten.
Beim Trockenscheuern wird das Scheuergut mit oder ohne Zusatz von Sand, Schlacke, Stahlkugeln, Scheuersteinen, Holz, Filz, Lederstückchen behandelt.
Beim Nassscheuern setzt man ein Schleifmittel (Sand, Schmirgel, Kreide, Wienerkalk, Schlacke oder Bimsstein) und/oder eine Poliersalzlösung bzw. Natriumkarbonat, -hy- droxid, -phosphat, Seife (oder Seifenabkochung) bzw. Öl, zum Zunderentfernen auch Salzsäure oder Schwefelsäure, zu. Es kann schlagend gearbeitet werden, wobei die Trommeln nur zur Hälfte gefüllt werden. Man arbeitet mit 20 bis 40 U/min. Das Mischungsverhältnis von Ware und Zusatzmittel beim Nassscheuern hängt von der Ware ab. Wenn eine möglichst glatte Oberfläche erzielt werden soll, arbeitet man ohne Schlagwirkung. Dann wird die Trommel bis 65 oder 75 % gefüllt und mit einer Umdrehungszahl von höchstens 30 U/min gearbeitet. Hierbei „fließen“ die Teile besser. Die Bearbeitungszeit kann, je nach der Behandlungsart, sehr lang sein (bis zu 100 h).