Mechanische Oberflächenbehandlung, bei der durch Einebnung der Rauheit unter 0,4 µm (halbe Lichtwellenlänge) eine glänzende Oberfläche erzeugt wird. Diese Behandlung schließt sich im Allgemeinen an das → Schleifen an, bei dem im Gegensatz zum Polieren spanabhebend gearbeitet wird. Man erzielt die gewünschte Oberflächengüte durch Bearbeitung mit einer rotierenden → Polierscheibe aus Tuch, die mit → Polierpaste befettet wurde. Hierbei werden die vorstehenden Erhebungen des Mikroprofils in die Vertiefungen eingedrückt. Die Polierwirkung beruht auf dem Erweichen bzw. Schmelzen der Metalloberfläche. Infolge der guten Wärmeleitfähigkeit des Metalls erstarrt die flüssige Metallhaut unter teilweiser Oxidation schnell wieder. Manche Forscher nehmen an, dass die obersten Kristallite der Metalloberfläche in großem Umfang zerstört werden; hierbei entsteht die so genannte → Beilby-Schicht. Heute werden große Serien von Werkstücken an Polierautomaten vorbehandelt, von denen es eine Vielfalt von speziellen Ausführungen für die verschiedenen Werkstücke gibt.
Das elektrolytische Polieren ist ein grundsätzlich anderer Vorgang und sollte daher besser → Elektrolytisches Glänzen genannt werden.