→ Lösungen können unterschiedlichste Zusammensetzungen von Stoffen aufweisen. Manche Flüssigkeiten lassen sich unbegrenzt miteinander mischen, z. B. Ethylalkohol und Wasser. Andere Flüssigkeiten z. B. Chlorkohlenwasserstoffe und Wasser sind nur in der Wärme mischbar. Denn in diesem Falle bilden sich, zumindest bei Raumtemperatur, zwei Phasen aus, von denen die eine aus Lösemittel mit einem geringen Anteil Wasser und die andere aus Wasser mit geringen Anteilen Chlorkohlenstoffen besteht.
Vermischt man z. B. Kochsalz mit Wasser, so kann sich das Kochsalz entweder vollständig oder nur zum Teil auflösen. Der nicht aufgelöste Anteil des Kochsalzes sammelt sich dann auf dem Boden des Gefäßes als so genannter Bodensatz an. Das geschieht, wenn mehr zu lösender Stoff in die Flüssigkeit eingeführt wird, als diese aufnehmen kann. Die → Löslichkeitsgrenze ist überschritten.
Die Löslichkeit eines Stoffs in Wasser soll am System Kupfer(II)sulfatpentahydrat/Wasser erläutert werden:
Löst man also 20,9 g der genannten chem. Verbindung in 100 g Wasser bei 20 °C auf, so erhält man eine gesättigte Lösung, d. h. der Gehalt des gelösten Stoffs ist gleich der Löslichkeit.
Löst man nur 5 g der chem. Verbindung in 100 g Wasser bei 20 °C auf, so erhält man eine ungesättigte Lösung, d. h. der Gehalt des gelösten Stoffs ist kleiner als dessen Löslichkeit.
Versucht man mehr als 20,9 g CuSO4 · 5 H2O bei gleicher Temperatur in 100 g Wasser aufzulösen, so stellt man fest, dass sich auf dem Boden des Gefäßes – auch nach längerem Rühren – das überschüssige CuSO4 · 5 H2O als Bodensatz abgesetzt hat. Eine Lösung, die eine höhere
Konzentration als die der Temperatur entsprechende Löslichkeit enthält, enthält, wird als übersättigte Lösung bezeichnet. Das überschüssige CuSO4 · 5 H2O kristallisiert aus.