Organische Lösemittel sind in besonderem Maße zum Lösen von Fetten, Ölen und dergleichen geeignet. Mit ihnen lassen sich auch die unverseifbaren Kohlenwasserstoffe (z. B. Ziehfette, Mineralöle) beseitigen, während die anorganischen Bestandteile, beispielsweise von Polierpastenresten, nach Lösung der umgebenden Fettschicht leicht entfernt werden können. Während früher brennbare organische Lösemittel, wie Waschbenzin oder Benzol, benutzt wurden, finden heute praktisch ausschließlich unbrennbare chlorierte Kohlenwasserstoffe Anwendung. In der Praxis wird jedoch fast ausschließlich Tetrachloräthylen (Per) in Dampfform oder kombiniert flüssig/dampfförmig zum Entfetten von Bauteilen benutzt.
Durch Zusatz von Stabilisatoren wird die Zersetzung des Lösemittels verhindert. Die Entfettung findet aus umwelttechnischen Gründen in gekapselten Anlagen statt.