Kunststoffe, Oberflächenzustände

Kunststoffe sind an der Oberfläche nie chemisch rein. Sie enthalten Verunreinigungen → Kontaminationen, die als Nebenprodukte der Synthese entstanden sind, als Hilfsstoffe bei der Verarbeitung zugesetzt wurden oder durch Umwelteinflüsse verursacht wurden.

Zum Beispiel

  • aus dem Inneren migrierende Stoffe wie Weichmacher, Farbstoffe, Stabilisatoren, Antioxidantien, Spaltprodukte (Wasser, Methanal);
  • auf die Oberfläche aufgebrachte Hilfsstoffe wie Gleitmittel; Trennmittel (Fette, Wachse, Öle).
  • Staub, z. B. durch elektrostatische Anziehung.

Das bedeutet:

Nicht hinreichende Haftung der Überzüge infolge von

  • Verunreinigungen auf der Oberfläche,
  • zu geringer Grenzflächenspannung des Kunststoffs;
  • schwer lackierbaren Kunststoffen, → PE, → PP, → POM, → EPDM.