Kriechen

  1. Plastisches Weiterverformen bei ruhender Beanspruchung. Je nach Beanspruchungsart wird das Kriechen als bleibende Dehnung (Zug), Stauchung (Druck) usw. nach einer bestimmten Beanspruchungsart gemessen (DIN 50119). → Zeitstandfestigkeit

    Kriechen ist das Entstehen einer irreversiblen, bleibenden Dehnung einer Polymerprobe beim Anlegen einer konstanten Zugspannung für eine definierte Zeit. Vernetzte Polymere kriechen, wenn überhaupt nur kurze Zeit. Thermoplastische Kunststoffe dagegen kriechen dauernd.

  2. Beispiel für das Kriechen bei Metallen ist Aluminium. Beim Einsatz in der Elektrotechnik werden keine Al-Drähte eingesetzt, weil Aluminium an der Kontaktstelle kriecht und sich damit der Kontaktwiderstand drastisch erhöht, was zur Erhitzung führt.