Kessel für das Feuerverzinken

Form und Größe des Kessels, auch Pfanne genannt, für das Zinkbad richten sich nach dem Verzinkungsprogramm. Es gibt Kessel mit einigen 100 kg Inhalt für Kleinteile, die in Blechkörben bearbeitet werden, aber auch solche mit mehreren 100 t Inhalt für Masten, Behälter und andere große Werkstücke. Kessel mit 3 bis 17 m Länge sind gängig, Längen bis 20 m möglich. Dabei muss man jedoch bedenken, dass jeder Kubikmeter Schmelze 7 200 kg wiegt. Diese großen Kessel sind dann auch mehrere Meter tief, während z. B. die Draht-Durchlaufverzinkung sich relativ flacher Kessel bedient. Die Kessel sind aus Stahlblech geschweißt; ein weicher, sauber ohne Schlackeneinschlüsse erschmolzener und siliciumarmer Stahl hat sich bewährt. Zur Beheizung diente früher die Kohlenfeuerung, heute verwendet man Gas oder Öl, die sich automatisch gut regulieren lassen und örtliche Überhitzungen leichter vermeiden. Auch die elektrische Beheizung ist technisch durchführbar. Auf die Gleichmäßigkeit der Wärme über die gesamte bespülte Kesseloberfläche hin ist besonders zu achten, weil die Löslichkeitskurve von weichem Stahl in flüssigem Zink zwischen 480 und 520 °C ein sehr ausgeprägtes Maximum aufweist. Örtliche Überhitzung kann demnach schnell zur Auswaschung und zum Durchbruch führen, wobei das flüssige Zink in die Ofenkanäle läuft und nur schwer von dort zu entfernen ist. Ein Reservekessel muss deshalb immer betriebsbereit vorhanden sein, um die Zinkschmelze schnell umpumpen oder umschöpfen zu können.