Kenmore-Verfahren

Vernicklungs-Verfahren für Draht, benannt nach dem Ort Kenmore (GB). Hierbei wird der gewalzte Draht durch ein Zieheisen gezogen und auf einer Richt- und Rollmaschine zu einer Spirale geformt. Der Anfang dieser Spirale wird in die Galvanisieranlage eingeführt. Die Förderrollen transportieren nun die Spirale in der Weise durch die Elektrolyte, dass sie sich wie ein Korkenzieher durch die Anlage schraubt. Auf diese Weise sind immer sehr viele Windungen in jedem Behälter. Es ergeben sich also große Expositionszeiten, ohne dass die Anlage außergewöhnlich lang sein muss. Nach diesem Verfahren werden Überzüge bis zu 10 % der Drahtdicke hergestellt, die auch bei starker Ziehverformung eine dichte, glänzende und festhaftende Oberfläche zeigen.