Hartzink bei der Feuerverzinkung

Die spröden Delta 1- und Zeta-Phasen werden beim Aufbau der Legierungsschicht im Feuer-Zinkbad Hartzinkschichten genannt.

Die Zeta-Schicht ist häufig stark zerklüftet; von ihr lösen sich dann Kriställchen ab und schwimmen frei im Zinkbad. Wegen ihrer höheren Dichte sinken sie allmählich zu Boden und werden zur feinkristallinen, harten, intermetallischen ZinkEisen-Legierung.

Sie bildet sich als Abfall bei der Feuerverzinkung. Dieses „Bodenhartzink“ wächst nach und nach zu einer Schicht an, zusätzlich gespeist von den an der Kesselwand und den eisernen Einbauten gebildeten Legierungen. Wenn noch Eisensalze von der Beize bzw. dem Flux her an den Werkstücken haften, reagieren sie im Zinkbad unter Bildung von Hartzink. Das aus allen diesen Quellen kommende Hartzink hat eine körnige Struktur und wird periodisch mit durchlochten Schöpfkellen an langen Stangen vom Boden des Kessels abgekratzt und ausgetragen.

Noch zwischen den Kristallkörnern sitzendes Zink wird durch Schütteln nach Möglichkeit wieder dem Kessel zugeführt. Der verbleibende Rest wird verkauft. Es ist wichtig, das im Kessel befindliche Hartzink abgesetzt am Boden zu halten und nicht evtl. durch getauchte Werkstücke aufzurühren, weil es sich sonst in den verzinkten Oberflächen griesig-rau einbettet (→ Rückstände bei der Feuerverzinkung)