Elektrisch leitfähige Kunststoffe.
Durch Dotierung mit Substanzen, die die Polymerkette reduzieren, d. h. Elektronen zuführen oder sie oxidieren, werden freie Stellen für die Elektronenbewegung geschaffen. Damit werden die Polymere elektrisch leitend. Geeignete Stoffe für die Dotierung sind z. B. Halogene oder deren hoch sauerstoffhaltige Säuren.
Polyethin ist solch ein Kunststoff. Bei seiner Dotierung mit Oxidationsmitteln kommt es zu einem sehr starken Anstieg der elektrischen Leitfähigkeit.
Polyethin (Polyacetylen, PAC) war das erste Polymer, an dem elektrische Leitfähigkeit beobachtet wurde. Es erhält infolge der Dotierung Leitfähigkeiten in der Größenordnung der Metalle.
Nach dem Polyacetylen wurden weitere Halbleiterpolymere entwickelt: Polypyrrol, Polyanilin, Polyphenylenvinylen, Polyfluoren und Polythiopen.