Die Haber-Luggin-Kapillare ist ein kleines Glasgerät, in dem eine Referenzelektrode steckt und das mit einem neutralen Elektrolyten gefüllt ist. Es dient zum Abgreifen des Elektroden Potenzials vor einer Arbeitselektrode. An der Spitze ist das Gerät zu einer Kapillare ausgezogen. Dieses dünne Röhrchen soll das elektrische Feld vor der Arbeitselektrode möglichst wenig stören. An der Spitze befindet sich noch eine Fritte als Diaphragma. Manchmal wird die Fritte auch weggelassen, wenn ein sehr geringer Austausch nicht stört. Je feiner die Kapillare ausgezogen ist, umso geringer ist der Elektrolytaustausch mit dem Arbeitselektrolyten. Mit dem Abstand der Kapillare von der Arbeitselektrode wächst die durch die Messung erfasste Widerstandspolarisation.