Auf Eisenwerkstoffen besteht im Allgemeinen die Notwendigkeit, durch eine Grundemaillierung für eine gute → Haftung des Emails auf dem Grundwerkstoff zu sorgen sowie das darüber aufgebrachte → Deckemail davor zu schützen, dass das Eisen evtl. durchschlägt und damit Farbe und andere Eigenschaften verändert → Einschichtemaillierung. Die Haftung wird durch die Haftoxide, (meist des Cobalts oder Nickels) erreicht, die zu 0,2 bis 1,2 % zugesetzt werden. Eine gute Schmelzbarkeit und Aufnahmefähigkeit für das Eisenoxid ist weiterhin notwendig, dazu eine gute → Brennbeständigkeit, die u. a. durch Zugabe von 5 bis 50 % Quarzmehl zur Mühle erhalten wird. Das Grundemail soll eine um 30 bis 40 °C höhere Einbrenntemperatur haben als das Deckemail, damit dieses möglichst wenig in seinen Eigenschaften beeinflusst wird. → Auftragen.
Um optimale Eigenschaften zu erreichen, werden meist zwei bis drei Grundemailtypen gemeinsam verarbeitet.
Die Schichtdicke des ausgebrannten Grundemails liegt bei ca. 0,1 mm. Bei hochwertigen Grundemailkombinationen und unter günstigen Betriebsbeedingungen können Schichtdicken bis herunter zu 60 µm möglich werden.