Emailletechnik im künstlerischen Bereich.
In die Unterlage aus Guss (meist Bronze) oder (Kupfer-) Blech werden Vertiefungen entsprechend der Vorlage eingearbeitet bzw. im Guss gleich mit eingeformt. Ferner kann das Blech ausgesägt und mit einem Bodenblech versehen werden. Diese Gruben werden mit Email in verschiedenen Farben gefüllt und dieses gebrannt. Der Grubenschmelz entstand im Norden Italiens etwa im zweiten Jahrhundert v. Chr. und wurde dort und bei Nachbarvölkern bis zum dritten Jahrhundert n. Chr. ausgeübt, ging jedoch in den Wirren der Völkerwanderungszeit wieder zurück. Es wurde Opakes, rotes, blaues, weißes, schwarzes und gelbes Email verwendet. Besonders das rote Email diente vielfach als Ersatz für die schwer beschaffbare Koralle. Nach primitivem Wiederanfang war eine weitere Blütezeit dieser Technik in der spätromanischen Epoche am Niederrhein, an der Mosel, der Maas und in Limoges (Frankreich). Auch Russland im 18. und 19. Jh. ist zu erwähnen. Zwischen den genannten Blütezeiten hat der Grubenschmelz stets eine gewisse Rolle gespielt und erfuhr auch im modernen künstlerischen Schaffen eine Wiederbelebung. Das nach diesem Verfahren aufgebrachte Email wird auch „email champlevé“ genannt. → Geschichte: Emaillieren.