Gedruckte Schaltungen

Auch gedruckte Stromkreise genannt, sind kleine, mit metallischen und damit Strom leitenden Linien (→ Leiter) bedeckte Kunststoffplatten, mit denen die üblichen Verdrahtungen in elektrischen Geräten ersetzt werden können. Die Vorteile der gedruckten Schaltungen sind die stets gleichmäßige und einfache Herstellung beliebiger Schaltungsmuster sowie die große Wirtschaftlichkeit des Verfahrens, besonders bei großen Stückzahlen, ohne dass für die Werkzeugherstellung Mehrkosten aufgewendet werden müssen. Es gibt mehrere Dutzend Verfahren, um die Leiter auf dem Kunststoff aufzubringen. Erwähnt seien

  • Aufmalen,
  • Aufdrucken (z. B. durch Sieb- oder Offsetdruck, deshalb der Begriff „gedruckte Schaltungen“),
  • Aufspritzen,
  • Chemisches Fällen,
  • Vakuum-Niederschlagen,
  • Aufpressen und Aufstäuben.

Große Bedeutung hat auch die Folienätztechnik. Zweiseitig kupferkaschierte Schichtpressstoffe können Galvanisch durch Löcher hindurch kontaktiert werden. → Leiterplatte