Flitter-Finish (-Struktur) (auf Aluminium)

Chemisches Oberflächenveredelungsverfahren, das auf die Ausbildung eines besonderen, auf der Rekristallisation und dem Kornwachstum beruhenden Effekts gerichtet ist. Man arbeitet hierbei wie folgt: Zuerst wird 5 bis 15 s bei 50 °C in einer alkoholischen Lösung von 10 g/L Natriumhydroxid, 5 s bis 4 min bei 30 °C in einer Lösung von 100 g/L Kupfer(II)chlorid bzw. in einer Mischung von 2 Vol.-Teilen Flusssäure, 3 Vol.-Teilen Salpetersäure, 5 Vol.-Teilen Salzsäure sowie 4 Vol.-Teilen Wasser chemisch geätzt, dann 1 bis 3 min bei 30 °C in einer Mischung aus 50 mL Phosphorsäure, 15 mL Schwefelsäure, 10 g Chromsäure und 25 mL Wasser oder 2 bis 5 min bei 30 °C und 0,01 bis 1 A/dm2 in einer 2 bis 20%igen Salzsäure, Natrium– oder Eisen(III)chloridlösung elektrolytisch geätzt. Zum Schluss wird 10 bis 15 min bei 12 bis 16 °C und 0,8 bis 1,4 A/dm2 anodisch oxidiert.