Emulsionsentfetten, -reinigen

Metallreinigungsverfahren, bei dem die gute Reinigungswirkung der organischen Lösemittel mit der Emulgier- und Dispergierwirkung von alkalischen Reinigern kombiniert wird. Man verwendet meist eine „Öl-in-Wasser“-Emulsion, bei der Emulgatoren (z. B. Triäthanolaminstearat) benutzt werden, um organische Lösemittel (z. B. Petroleum, Kerosinöle, Solventnaphta) in Wasser zu emulgieren. Man stellt eine Lösung mit 50 % Lösemittelanteil her, die für den Gebrauch auf einen Wirkstoffanteil von 0,5 bis 1 % verdünnt wird (beispielsweise aus 45 Vol.-% Kerosinöl, 10 Vol.-% Petroleumsulfonat und 45 Vol.-% Wasser). Diese Emulsion wird im Spritzverfahren bei 60 bis 70 °C benutzt. Mittels der Emulsionsentfettung erzielt man keine vollständige Entfettung, da ein sehr dünner Ölfilm auf der Oberfläche zurückbleibt (in manchen Fällen ist dieser allerdings zum zeitweiligen Korrosionsschutz erwünscht). Die Emulsionsentfettung ist wegen des Ölfilms z. B. beim Emaillieren und Galvanisieren nur zur Vorentfettung geeignet. Vor dem Phosphatieren dagegen vermag sie als alleiniges Entfettungsverfahren gute Dienste zu leisten, da in diesem Falle die Phosphatschicht sogar feinkörniger ausfällt. Eine besondere Art des Emulsionsreinigens ist die → Zweiphasenreinigung.