Elastizität

Eigenschaft fester Körper, die durch Einwirkung einer äußeren Kraft angenommene Formänderung wieder rückgängig zu machen.

Das Maß hierfür ist der (Aus-)Dehnungskoeffizient sowie sein reziproker Wert, der Elastizitätsmodul (E-)Modul.

Bei Galvanischen Überzügen spielt die Elastizität des abgeschiedenen metallischen Systems ebenso wie die Elastizität des Grundwerkstoffes eine erhebliche Rolle, z. B. bei mechanischer oder thermischer Beanspruchung; die Haftfestigkeit wird hierdurch beeinflusst.

Beim Email muss die Elastizität in Abstimmung mit der des Grundwerkstoffes ausreichend hoch eingestellt werden, um die mit dem Schmelzverfahren unerlässlich verbundenen Spannungen möglichst gering zu halten. Dies gilt bevorzugt für die → Grundemails. Einmal wird der → Versatz daraufhin zusammengestellt, z. B. wirken Borsäure und Kaliumoxid fördernd, während Aluminiumoxid, -fluorid und Kryolith sich nachteilig auswirken. Zum anderen sind dünne Emailschichten elastischer als dicke, auch begünstigt eine gewisse Inhomogenität, z. B. durch → Trübungsmittel oder fein verteilte → Bläschen, die Elastizität. Ähnlich wie bei Gläsern wird auch beim Email eine Berechnung des Elastizitätsmoduls durch Addition der Zahlen für die einzelnen Oxide geübt, aber hier spielen etliche Faktoren eine verwirrende Rolle, wie die Reaktionen mit dem Grundwerkstoff (Metalloxidaufnahme), Trübungsmittel und → Bläschen, Gasblasen, → Mühlenversatz usw. E-Moduln liegen im Allgemeinen mit 5000 bis 10 000 kp/mm2 ähnlich wie bei technischen Gläsern.